MoMo - Fuchstal e.V.

Schritt für Schritt in eine zeitgemäße Lernkultur

Die Idee für einen Waldkindergarten als ergänzendes und bereicherndes Angebot der Kinderbetreuung im Raum Fuchstal gab es im Jahr 2014.

Schnell fanden sich eine Erzieherin und einige sehr engagierte Eltern, die zielstrebig und hartnäckig wunderbare Pionierarbeit geleistet und damit den Grundstein für einen Waldkindergarten im Fuchstal gelegt haben.
Der Förderverein „MoMo Fuchstal e.V.“ würde die Trägerschaft übernehmen.

Die Gemeinden Leeder und Denklingen haben die Initiative unterstützt. Vielen Dank dafür!

 

Das Vorhaben bleibt aber als absolut unterstützenswertes Projekt in den MoMo-Planungen bestehen. Sollten sich irgendwann genügend interessierte Eltern finden, die bereit sind, sich erneut für einen Waldkindergarten einzusetzen, so wird es vielleicht doch mal ein derartiges Angebot im Fuchstal geben.

Interessierte melden sich bitte bei: Jochen Bermann, Tel.: 0 82 43 – 993 00 93

So war es geplant:

Wer: alle interessierten Kinder ab ca. 4 Jahre

Wann: täglich Mo. bis Fr. von 8:00 bis 13:30 Uhr

Wo: Wiesengrundstück am Hummelbach in Leeder, Richtung Denklingen (mit Stadel als Unterstellplatz); für extreme Witterungen steht der „MoMo-Raum“ in der Ascher Grundschule als Notunterkunft zur Verfügung

Kosten / Monat: ca. 125,- € (Vergünstigung für Geschwisterkinder)

Voraussetzung: Mitgliedschaft im MoMo-Verein, 16,- € / Jahr

Ein Konzept ist bereits geschrieben und kann jederzeit bei Interesse eingesehen bzw. als Grundlage übernommen werden.

Zur pädagogischen Idee:

Der Waldkindergarten ist eine Alternative zum Regelkindergarten, in dem eine ganzheitliche Erziehung verwirklicht wird.

Die Kinder spielen und bewegen sich bei „Wind und Wetter" an der frischen Luft, ein eigenes Kindergartengebäude gibt es nicht. Auf diese Weise können die Kinder den Wechsel und die Merkmale der Jahreszeiten unmittelbar wahrnehmen. Im Waldkindergarten haben die Kleinen die Möglichkeit, ihren natürlichen Spiel- und Bewegungsdrang ungehindert auszuleben. Der Aktionsraum hierfür ist im Wald natürlich bedeutend größer als in geschlossenen Räumen.

Es werden sowohl die grobmotorischen Fähigkeiten (z.B. beim Laufen, Springen, Spielen und Matschen) als auch die Feinmotorik auf natürliche Weise gefördert. Die Natur bietet vielfältiges Material, mit dem die Kinder experimentieren können, indem sie es auseinander nehmen, zusammenfügen oder vorsichtig und geschickt anfassen.

Durch den Aufenthalt im Freien wird das Immunsystem gestärkt, so dass Kinder in Waldkindergärten durchschnittlich gesundheitlich robuster sind. Hinzu kommt, dass durch die viele Bewegung im Waldkindergarten Haltungsschäden entgegengewirkt wird.

Der Aufenthalt in der Natur trägt zum körperlichen und seelischen Wohlbefinden der Kinder bei, sie können auf natürliche Weise ein gesundes Selbstvertrauen und Selbstbewusstsein entwickeln.

Die Kinder entwickeln schon sehr früh ein positives Verhältnis zur Natur. So wird bereits in der Kindheit der Grundstein für einen verantwortungsbewussten Umgang in und mit der Natur gelegt.

Im Waldkindergarten haben die Kinder die Möglichkeit, Fauna und Flora sowie Zusammenhänge in der Natur spielerisch zu erfahren und zu begreifen. Wichtig ist uns, dass die Kinder mit sich, der Natur und den Mitmenschen gut in Kontakt sind bzw. ihn vertiefen können. Ein wichtiger Punkt ist die Sensibilisierung der Wahrnehmung. Die Kinder sollen sowohl Angebote erfahren als auch im Freispiel ihre Kreativität ausdrücken können. Grundsätze der Montessoripädagogik fließen ein.

Gut zu wissen:

In den vergangenen Jahren ist eine Vielzahl an wissenschaftlichen Studien entstanden, welche die Korrelation von Waldkindergärten und Schulreife untersucht haben – mit erstaunlichen Ergebnissen. Man vermutete, dass Kinder, die drei Jahre lang den überwiegenden Teil des Tages mit freiem Spiel unter freiem Himmel verbracht haben, gegenüber Kindern aus anderen Einrichtungen benachteiligt wären. Gerade Fähigkeiten, wie geschickt mit einer Schere schneiden oder einen Stift in angemessener Schreibhaltung halten, befürchtete man, würden bei Waldkindern zu wenig gefördert.

Diese Befürchtungen konnten jedoch als haltlos bewiesen werden. Im Gegenteil, so scheint es, sind ehemalige Waldkinder ihren Klassenkameraden, die andere Kindergärten besucht haben, in vielerlei Hinsicht bevorteilt. Offenbar hat der Besuch eines Waldkindergartens einen positiven Einfluss auf die Schulleistungsfähigkeit eines Kindes.

Erstklässler, die ihre Vorschulzeit in der Natur verbracht haben, sind demnach im Durchschnitt motorisch fitter, kognitiv leistungsfähiger und sozial verträglicher als Kinder aus Regelkindergärten. Siehe dazu unter anderem die empirischen Studien von Dr. Peter Häfner (www.ub.uni-heidelberg.de/archiv/3135) und die Schriften des Erziehungswissenschaftlers Prof. Roland Gorges (Gorges, Roland: Der Waldkindergarten – ein aktuelles Konzept kompensatorischer Erziehung. In: Unsere Jugend – Die Zeitschrift für Studium und Praxis der Sozialpädagogik, Heft 6, 2000).

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